November 27, 2015

Temporäre Tattoos

Temporäre Tattoos / Klebetattoos
Temporäre Tattoos sind Abziehbilder, die mit Wasser auf die Haut aufgetragen werden und dort für einige Tage verbleiben. Temporäre Tattoos sind auch bekannt unter der Bezeichnung Klebetattoos, Hauttattoos oder Abziehtattoos. Für die Herstellung von Klebetattoos wird das sogenannte Siebdruckverfahren verwendet. Das Trägerpapier wird mit einem Transfer-Film beschichtet, worauf dann gedruckt wird. Beim Auftragen auf die Haut mit Wasser löst sich der Transferfilm vom Trägerpapier und bringt so die Farbe auf die Haut. Sobald das Tattoo auf der Haut wieder getrocknet ist, hält der Transferfilm die Farbe auf der Haut. Die Zusammensetzung des Transferfilms ist entscheidend für die Qualität temporärer Tattoos. Der Transferfilm muss elastisch bleiben um sich anzupassen wenn die Haut gedehnt wird.

Hintergrund
Tattoos sind ein wichtiges kulturelles Element, das sich in vielen verschiedenen Epochen und Gegenden finden lässt. Eine weit verbreitete und traditionelle Methode ist die Injektion von Tinte direkt unter die Haut mithilfe von Nadeln. Diese Technik wurde bereits im antiken Ägypten verwendet. Der Begriff Tattoo stammt jedoch aus der tahitianischen Sprache. Diese Art der Tätowierung ist auch heute noch die verbreitetste und beliebteste Art, sich zu tätowieren. Der Prozess ist allerdings teuer, kostenintensiv und kann schmerzhaft sein. Außerdem möchte nicht jede Person unbedingt ein Motiv lebenslang auf der Haut haben. Temporäre Tattoos bzw. Klebetattoos sind deshalb eine praktische Alternative, die bei Kindern beliebt ist, aber auch bei Erwachsenen immer mehr Anklang findet.

Anwendung
Temporäre Tattoos sind mit einer Schutzfolie abgedeckt. Vor dem Anbringen des Tattoos auf der Haut muss diese entfernt werden. Das Tattoo wird nun an die gewünschte Stelle auf der Haut angebracht. Aufgrund der Transferfolie bleibt das Tattoo bereits jetzt auf der Haut kleben. Deshalb muss man sich vorher sicher sein, dass man sich für die richtige Stelle entschieden hat.

Danach drückt man einen in Wasser getränkten Schwamm für ungefähr 30 Sekunden gegen das Tattoo. Es ist wichtig darauf zu achten, dass temporäre Tattoos überall nass werden, da nur so das komplette Klebetattoo auf die Haut übertragen werden kann. Nach 30 Sekunden kann das Trägerpapier vorsichtig abgezogen werden. Nun kann man das Tattoo auf der Haut nochmals mit Wasser ein wenig befeuchten. Als letzter Schritt sollte man das Tattoo vollständig trocknen lassen. Direkt nach dem Auftragen glänzt das Tattoo noch, was aber nach einem Tag verschwunden ist.

Heutzutage sind Klebetattoos in guter Qualität wasser- und sogar seifenfest. Man kann bedenkenlos damit duschen oder ins Wasser springen. Zum Entfernen ist Klebeband sehr gut geeignet. Einfach etwas Klebeband auf das Tattoo kleben und abziehen – das Tattoo bleibt am Klebeband hängen. Man kann auch Öl verwenden um es abzulösen, was jedoch etwas mehr Geduld erfordert. Wenn man einfach wartet, lösen sich temporäre Tattoos nach einigen Tagen automatisch von der Haut ab.